Um es vorweg zu nehmen: Keine der beiden Fragen wird in dem Buch beantwortet. Dafür gibt es auch genügend Fachliteratur, insofern muss der Roman auch gar nicht den Anspruch haben, echte Antworten zu liefern. Viel mehr stellt Angst ein Gedankenspiel dar und zeigt die Variation einer möglichen Wirklichkeit.
Der Hedge-Fonds-Gründer Alexander Hofmann wird in seinem Haus eines Nachts überfallen. Er kommt mit einer Wunde am Kopf und seine Frau mit dem Schrecken davon. Gestohlen wurde nichts, was der Täter wollte bleibt auch für die Genfer Polizei völlig unklar.
Ab diesem Zeitpunk ist im Leben der Hofmanns nichts mehr wie vorher.
Die Idee von Hofmanns Hedge Fonds, mit einer Art künstlicher Intelligenz auf die Trends an den Börsenmärkten extrem schnell zu reagieren und damit exorbitante Gewinne zu erwirtschaften, entwickelt ein Eigenleben, das für Hofmann und seinen Mitgründer Hugo Quarry nicht mehr nachzuvollziehen ist. Und das ausgerechnet, während die Firma nach einer längeren Pause wieder expandieren will.
Hofmann, der vor der Firmengründung am CERN arbeitete und dort einen Nervenzusammenbruch erlitt, fühlt sich von immer mehr Ereignissen in der Idee bestätigt, dass jemand ihn psychisch fertig machen will. Das scheint sich auch durch verschiedene Ereignisse mehr und mehr zu bestätigen.
Doch hat Hofmann nicht den blassesten Schimmer, wer das in Wirklichkeit ist…
Das Buch sollte man gelesen haben, wenn man sich entweder mit den absurden Extremen, die heutzutage im Spekulationsbereich etabliert sind, beschäftigt und Thriller liebt, die bis zur letzten Seite spannend sind. Erfreulich an dem Roman ist, dass die Ideen, die der KI von Hofmanns Hedge Fonds zugrunde liegen, durchaus plausibel und glaubwürdig sind.
Fazit: Sollte man auf jeden Fall gelesen haben!
