Archiv für November 2007

FreeBSD: Nervende arp-Meldungen

Freitag, 23. November 2007

FreeBSD LogoSeit einiger Zeit nervten mich auf etlichen Servern, die ich bei Hetzner betreue, Meldungen wie:

arplookup 88.XXX.XXX.XXX failed: host is not on local network

Diese tauchten jeden Tag in den Statuslogs der Server auf und machten das morgendliche E-Mail-Lesen zur Qual.

Nun habe ich endlich einmal die Zeit gefunden, diesen Meldungen auf den Grund zu gehen. Google liefert etliche Tips, doch einfach den Kernel zu patchen und die Meldungen auf diese Weise loszuwerden – nicht mein Stil, die Meldungen haben ja eigentlich einen Sinn.
Also bin ich irgendwann auf folgende Lösung gestoßen:

Man trägt eine statische Route in /etc/rc.conf ein, die die IP-Adresse auf das entsprechende Interface zuweist:


static_routes="gw"
route_gw="-host 88.XXX.XXX.XXX -interface re0"

Ein Aufruf von netstat liefert dann das den neuen Eintrag


Internet:
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
...
88.XXX.XXX.XXX 00:02:85:XX:XX:XX UHLS 1 0 re0
...

Leider mit der MAC-Adresse der lokalen Netzwerkkarte – was zwar die arplookup-Meldungen verschwinden lässt, dafür aber eine neue ständige Fehlermeldung hervorruft, die mindestens genauso nervt.


arp: 00:02:86:XX:XX:XX attempts to modify permanent entry for 88.XXX.XXX.XXX on re0

Doch diese Meldung kann mit dem Tool arp abgefschafft werden.

Diese trägt man in die ARP-Tabelle ein. Ich habe das, um es gleich statisch zu haben, in die Datei /etc/arptab geschrieben. Man schreibt einfach die IP-Adresse gefolgt von der korrekten MAC-Adresse:


88.XXX.XXX.XXX 00:02:86:XX:XX:XX

Jetzt muss das ganze noch aktiviert werden. Das geschieht mit dem Befehl:


/usr/sbin/arp -f /etc/arptab

Diesen Befehl kann man einfach in die Datei /etc/rc.local schreiben um die Änderung der ARP-Tabelle bei jedem Neustart verfügbar zu machen.

Guy Kawasaki: The Art of the Start

Donnerstag, 15. November 2007

The Art of the StartWenn man etwas beginnen will – egal was es ist – sollte man sich unbedingt Guy Kawasakis Guide for Anyone Starting Anything neben das Kopfkissen legen. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das schon durch seine bloße Anwesenheit im Raum derartig motivierend wirkt wie dieses.

Statt hier viele Wort über das Buch zu verlieren, lasse ich Guy lieber selbst erzählen:

Ich habe das Buch gelesen und ich kann es nur jedem empfehlen, der irgendetwas anfangen will – völlig egal was.
Da Guy sich größtenteils mit Unternehmensgründungen beschäftigt, ist dieses Thema natürlich auch der Aufhänger für sein Buch.

Die Regeln – wenn man seine Empfehlungen sie als solche bezeichnen will – lassen sich aber auch auf jedes andere Gebiet auf dem man etwas beginnen kann, übertragen.
Dabei sind sie unkompliziert und absolut einleuchtend: Man soll einfach loslegen!
Guy gibt Tipps zum Schreiben von Businessplänen, zur Auftrags- und Kapitalaquise, zum Finden der besten Mitarbeiter und zum richtigen Positionieren am Markt – und dies abseits der sonst üblichen trockenen Fachliteratur direkt aus Sicht eines Venture Capitalist.
Mein Fazit: Wer nach diesem Buch keine Firma gründen will, kann kein Englisch.

Michael Crichton: State of Fear

Donnerstag, 15. November 2007

State of Fear
Michael Crichtons wohl meistdiskutierter Roman beschäftigt sich mit dem Thema der globalen Erwärmung.
George Morton, ein Multimillionär aus Los Angeles, ist Hauptfinanzier der Umweltorganisation NERF.
Seit vielen Jahren unterstützt er die Umweltaktivisten aus der tiefen Überzeugung, das Rrichtige zu tun, bis er eines Tages erfährt, dass sein Geld für Umweltterrorismus verwendet wird.
Kurz nach einem Auftritt bei einer wichtigen Konferenz von NERF stirbt Morton bei einem Autounfall.
Sein Anwalt Peter Evans macht sich gemeinsam mit Mortons Assistentin Sarah und Professor John Kenner, einem Spezialisten für Umweltprobleme, auf die Suche nach der Ursache für Mortons Tod.
Und was Evans von Kenner über Umweltorganisationen erfährt, stellt sein gesamtes Weltbild auf den Kopf…

Crichton provozierte mit seinem Roman nicht nur Umweltschutzorganisationen.
In seiner Fiktion lässt Crichton sie den Versuch unternehmen, einen Tsunami auszulösen, um einen Beweis für die globale Erwärmung zu haben.
Durch die Figur des Professor Kenner stellt Crichton viele Thesen zur globalen Erwärmung in Frage und belegt seine Zweifel mit – wie man es von ihm gewohnt ist – mit gut recherchierten Artikel aus Fachpublikationen.

Wenn man, wie ich, kurz vorher Tim Flannery gelesen hat und dann Crichtons Darstellung sieht, kommt man schon ins Grübeln, wie viel Wirklichkeit an all dem ist…

Fazit: Ein absolutes Muss, wenn man sich für Umweltproblematiken interessiert oder einfach nur spannende Thriller mag.