Nach dem Ableben seines Großonkels A.R.R.R. Roberts (die Erklärung der multiplen R. in diesem Namen ist im Vorwort dieses Buches dargelegt) kommt A.B.C. Chrissy Roberts die mehr oder weniger dankbare Aufgabe zu, dessen ungeordnete Fantasyschriften und wertvollen Entwürfe in einer veröffentlichungsreifen Form der Öffentlichkein zu präsentieren.
So steht es zumindest im Vorwort…
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Tatsache ist, daß das Stiehlnemillion einen einzigartigen Einblick in die Welt des A.R.R.R. Roberts liefert und seine großartige Leistung – die Erschaffung einer ganzen Phantasie-Welt – deutlich macht.
Angefangen von den Aerosoul, der Musik der Aeros, die die allerfrühste Schöpfungsgeschichte erzählt (also die, die erzählt, wie die Welt erschaffen wurde) und dem Ankommen der ersten Menschen, Zwergen und Winzllinge in Belehriland über die Loskettung von Moregothic und dem Verderben, in das er Elben und Menschen stürzen wollte, die ihrerseits wiederum ihn ins Verderben stürzten, so daß er (Moregothic) letztendlich den Weg alles Irdischen ging. (Klar soweit?)
Im zweiten Teil, dem eigentlichen Stiehlnemillion, wird die Geschichte der Sellami beschrieben, die Emu von Saubua gestohlen wurde. Saubua wird in der Schlacht von Nudlbreth schließlich von Emu in einen Augapfel verwandelt, die Sellami allerdings erhält Emu nicht zurück. Diese wird erst später von Baerchen (Sohn von König Porn III.) und Lüttchen (Tochter von Königin Evoi (der Ranke)) im Bauch des Schicksalschweins (das Schwein bevorzugt die Bezeichnungen ‘Eingeweide’ oder ‘Magen’) zu den Elben gebracht. Für diese Heldentat erhält Baerchen dann auch die Hand (und nur diese) von Lüttchen.
Schlußendlich erobert Saubua die Welt der Elben und Menschen mit Hilfe eines Zaubers der Drachen, der allerdings einen Haken hat (keinen richtigen, das ist nur eine Metapher), der hier aber nicht verraten werden soll, sonst ist ja die Spannung weg (nett, oder?
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Das Buch ist genial, ein absoluter Hammer, man kann sich schieflachen (totlachen offensichtlich nicht, denn dann hätte ich diese Rezension nicht mehr verfassen können).
Allein die Karte von Obermittelerde am Anfang des Buches ist eine Sensation: Khazad-Schlau und Barad-Moll sind ja noch recht simple Scherze, aber Paradontosien mit den Städchen Krone und Füllung flankiert von Gebirge Zahnstein, das vom Dental geteilt wird oder die Via Pasta, die am Wald von Nudlbreth vorbeiführt und La Sagne mit Elbton Jon verbindet sind linguistische Orgasmen.
Ganz zu schweigen von der Idee, die Orks (die auf alles amerikansiche stehen, was den Namen ihrer Stadt New Ork erklärt) einen bayerischen und Lüttchen, die edle Elbenprinzessin, einen sächsischen Dialekt sprechen zu lassen.
Viele der Anspielungen werden nur Tolkien-Kenner verstehen, aber durch die vielen Zwischenbemerkungen in Form von Fußnoten (was stark abfärbt, möchte ich anmerken) und die herrlich sinnfreien Dialoge kommen auch andere Leser auf ihre Kosten.
Fazit: Adam Roberts in Höchstform.
Wer gern lacht sollte das lachen… nein, lesen.