“How are you?” – Eine Woche Uganda

Mittlerweile bin ich eine ganze Woche in Uganda, Zeit einiges ueber die ersten Eindruecke zu schreiben.

Afrika!

Wir starteten am 6. Januar puenktlich um 8 in Plauen und sind ziemlich problemlos nach Frankfurt gekommen. Dort ging dann nachmittags um drei der Flieger nach Kairo.

Egypt Air ist ganz ok, keine Luxus-Airline, aber fuer Abenteurer durchaus angemessen ;-)

Kairo bei Nacht Imposant war der naechtliche Anflug auf Kairo, ich habe versucht einige Impressionen aus dem Flugzeug festzuhalten. Die Stadt ist ein wahres Lichtermeer, das sich bis zum Horizont hinzieht. Ueberall an den Stassen sieht man gruene Ballons als Laternen, so dass Kairo vom Himmel aus wie der Sommerball der Gluehwuermchen wirkt.

Der Flughafen Kairo allerdings ist ein Erlebnis ganz anderer Art – ein vergleichbares Chaos ist mir noch nirgendwo begegnet. Wir kamen so gegen 21 Uhr Ortszeit an und wurden aus dem Flugzeug in einen Bus verfrachtet – nichts ungewoehnliches erstmal. Als wir dann aber aus dem Bus ausgestiegen waren und uns auf den Weg zu den Terminal machen wollten, wurden wir nach der Haelfte des Weges zurueckgepfiffen. Transitpassagiere sollten woanders hin. Also stiegen wir wieder in den Bus ein und wurden erstmal wieder zurueck aufs Flugfeld gefahren. Von da an ging’s dann auf eine andere Etage zu den richtigen Terminals.

Nachdem wir den Bus verlassen hatten (diesmal entgueltig) mussten wir alle unsere Paesse und Flugtickets abgeben. Die Kairoer Beamten sammelten sie alle ein und packten sie auf grosse Stapel – eine interessante Erfahrung, wenn der Anschlussflug in einer Stunde geht und man eine dreiviertel Stunde auf seinen Pass warten muss.

Hut ab vor den Aegyptern, dass sie das von ihnen gestiftete Pass-Chaos wieder aussortieren konnten.

Schliesslich kamen wir aber zu unseren Paessen und auch zum Flugzeug, das mit deutlicher Verspaetung gen Entebbe startete.

Dort kamen wir irgendwann in den fruehen Morgenstunden an. Richie und Rashid haben uns mit Andis Pickup abgeholt. Andi ist dann von von Entebbe nach Kampala gefahren, wo wir wohnen.
Moskitonetz Irgendwann gegen sieben sind wir dann endlich ins Bett gekommen. Dass ich unter einem Moskitonetz geschlafen habe, habe ich erst irgendwann spaeter realisiert.
Am Sonntag Nachmittag habe ich dann erste Eindruecke von der Stadt bekommen – die Gegensaetze sind unglaublich. Mindestens ebenso unglaublich ist der Geschmack der Knorr-Tomatensuppe, die es hier in Uganda gibt. Ich habe versucht, sie mit Oregano, Basilikum und Rosmarin zu verfeinern, bin aber klaeglich gescheitert…

Das Haus wird gut bewacht. Von Kila und Paula und von Rashid. Paula und KilaDer ist zwar eigentlich Gaertner, hat aber letztens einen Fernseher von Didi bekommen und wird das Compound wie ein Loewe verteidigen.
Die ganze Woche ueber haben wir gearbeitet. Das funktioniert hier aber anders als in Europa. Wir wollten eine Website per FTP auf einen Server bei Infocom transferieren – prinzipiell ja kein Problem, moechte man meinen. Nicht so in Uganda. Irgendwann sind wir dann mit der Seite auf CD ins Rechenzentrum gefahren – keiner da, der uns haette helfen koennen. In Afrika kann man Probleme aber aussitzen, also warteten wir auf den Besucherstuehlen – zwei Stunden. Als wir langsam so richtig Hunger hatten, wurden wir auf den naechsten Tag vertroestet. Am zweiten Tag erklaerte uns eine Angestellte, dass uns nicht geholfen werden koenne, weil Andi ja den Chef kennt und sich niemand traut uns zu helfen, aus Angst, etwas falsch zu machen. Logisch, oder?

Am dritten Tag war endlich der Chef wieder da und der hat uns dann auf den vierten Tag vertroestet. Da haben wir dann endlich mit einem Admin sprechen koennen, so dass die Website am Freitag fertig war. Insgesamt hat sich das ganze schon seit drei Monaten hingezogen. Andis Kommentar: Die Woche war richtig erfolgreich – fuer’ne afrikanische Woche.

Meine Afrika-Qualifikation habe ich in dieser Woche auch bestanden – ich habe den Laptop von Lioba repariert. Mit Loetkolben und Heisskleber.

African Tea Nachdem Andi mich den Einheimischen vorgestellt und mir einiges von Kampala gezeigt hat, haben wir noch African Tea getrunken. Obwohl ich Tee eigentlich nicht mit Zucker trinke, schmeckt dieser speziell afrikanisch gewuerzte Tee nur mit mindestens drei Loeffeln Zucker.

Impressionen

Baugeruest
Gebaut wird in Afrika etwas anders als bei uns…

Einheimische
Ich hatte auch schon die Gelegenheit, Einheimische kennenzulernen…

Kampala
Das Zentrum von Kampala aus Richtung Kansanga, wo wir wohnen.

Kaufhaus in Kampala
Eine Einkaufspassage an der Kampala Road, der groessten Geschaeftsstrasse in Kamapala.

Seitenstrasse der Kampala Road
Eine der angenehmeren Seitenstrassen der Kampala Road…

Matatus
Matatus praegen das Strassenbild von Kampala. Die Toyota Hiace machen mindestens 50% der Autos aus.

Sonnenuntergang ueber Kampala
Der Sonnenuntergang ueber Kampala vom Hotel Diplomat aus gesehen.

Willi

Willi
Achja… Das aufregendste Ereignis diese Woche war das Ableben von Willi, meiner Stubenkakerlake.

5 Antworten zu ““How are you?” – Eine Woche Uganda”

  1. Sascha sagt:

    Hi Indy, was hast du mit Willi gemacht?

  2. Gerrit Beine sagt:

    Ich… wieso ich?
    Ich kam und er lag da so…

  3. Ivo sagt:

    Hiho!
    Super-Seite. Kommt zu meinen Lesezeichen…
    Jetzt fehlt nur noch eine Tasse (Fair-Trade)-Kaffee (:o) ) und ich fühl mich im Urlaub. Cool!
    Ich hoffe doch du machst einen Diavortrag, wenn du wieder da bist!
    Bringst du mir ein ganz kleines geschnitztes Holztier mit? *sammel*
    Biiiiiiiiiiiiiiiitte *Hundeblick* ;o)
    Liebe Grüße ausm regnerischen Thüringen!!!!!

  4. Mutti Beine sagt:

    hallo, einfach supergeil die bilder nebst text! und sowas von interessant!
    das könntest du locker einer Zeitung verkaufen, aber vielleicht willst du auch selber ein Buch schreiben, bilder brauche ICH ja jetzt nimmer malen, deine Fotos übertreffen alles! und grüße deine geliebten elefanten!

  5. Sascha sagt:

    Hallo Indy, die junge Frau mit dem Maschinengewehr guckt aber viel zu lieb. Die kann doch niemanden was tun. Oder doch?

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