CAcert.org Zertifikate in openSUSE

1. Mai 2009

openSUSE LogoHeute hatte ich das Problem, die CAcert.org CA für curl nutzbar zu machen…
Leider findet man dazu rein gar nichts im Internet.

Naja, der Trick, CAcert.org allen auf OpenSSL basierenden Anwendungen bekannt ist relativ einfach:

Man lädt die Zertifikate root.crt und class3.crt im PEM-Format von CAcert.org und speichert sie als ca-root.pem und ca-class3.pem im Verzeichnis /etc/ssl/certs.

Anschließend führt man als root folgendes Kommando aus:
c_rehash

Jetzt werden die Hash-Links auf die neu installierten CA angelegt und das war’s schon!

Robert Harris: Ghost

11. April 2009

Ghost

Ghost

Harris ist ein Meister darin, Fakten mit Fiktion zu vermischen. Ghost beweist dies wieder einmal.
Der ehemalige britische Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Doch kurze Zeit vor der Veröffentlichung kommt sein Ghostwriter, sein langjähriger politischer Vertrauer McAra, auf tragische Weise ums Leben. Der Ersatzmann, ein professioneller Ghostwriter, wird mit einem gigantischen Honorar geködert und bekommt die Aufgabe, das Manuskript innerhalb von vier Wochen fertigzustellen.
Dazu reist er in die USA, wo Lang sich mit seiner Frau aufhält. Kaum angekommen, gerät er in die Spannungen der Politikerfamilie Langs, der zwischen zwei Frauen steht – seiner Ehefrau Ruth und seiner Beraterin Amelia.

Kurz danach veröffentlicht Langs ehemaliger Außenminister Rycart Informationen, die eine Anklage Langs vor dem internationalen Gerichtshof wegen Kriegsverbrechen unausweichlich erscheinen lassen.

Ghost ist ein extrem spannender Thriller, der durchaus einige Fragen um die Rolle der britischen Administraton im Krieg gegen den Terror aufwirft – und sie recht ungewöhnlich beantwortet. Aus meiner Sicht ist der Roman nicht die “Abrechnung mit dem Polikiter Blair” als die er in ZDF aspekte bezeichnet wurde, dazu ist er nicht politisch genug.
Wie auch schon in seinen früheren Werken wirft Harris einen Blick von außen auf die Ereignisse, ohne eine politische Position zu beziehen. Dies schadet dem Roman aber auf keinen Fall, so dass ich ihn uneingeschränkt als Lesevergnügen empfehlen kann.

Sten Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit

11. April 2009

Die Entdeckung der Langsamkeit

Die Entdeckung der Langsamkeit

Ein Buch, dass schon lange auf meiner Leseliste stand, das zu lesen ich aber bisher nie geschafft hatte, ist die fiktive Biographie des John Franklin, die Sten Nadolny 1983 veröffentlichte.
Ich bezeichne es als fiktive Biographie, weil Nadolny Franklin, der wirklich gelebt hat und auch viele der im Buch beschriebenen Abenteuer tatsächlich erlebte, mit Eigenschaften ausstattet, die ein bisschen an Forrest Gump erinnern.
Nadolnys John Franklin kann nichts schnell tun. Nicht schnell denken, nicht schnell arbeiten, nicht schnell reden.
Durch die Schule quält er sich, die Arbeit als Seemann fällt ihm schwer. Dennoch schafft er es, mit Willenskraft, Hartnäckigkeit und sicher auch einer gewissen Portion Glück zum Offizier der britischen Marine aufzusteigen.
Als solcher erhält John Franklin unter anderem die Genehmigung, nach der Nordwest-Passage zu suchen, einer Verbindung zwischen Altantik und Pazifik im Norden des amerikanischen Kontinents.

Faszinierend ist, wie Nadolny es schafft, dem Leser die Welt aus Sicht eines Menschen zu beschreiben, der langsam ist und diese angeborene Schwäche zum Lebensprinzip macht – mit Erfolg. Auch wenn sich heute viele Menschen über die hektische Zeit beklagen – es scheint als war es früher nicht anders. Die Sprache Nadolnys kann man mit einem einzigen Wort beschreiben: Wunderschön.
Mein Fazit: Weltliteratur, die im Schulunterricht behandelt werden sollte.

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

6. Juli 2008

Die Vermessung der Welt
Mit Humboldt um die Welt reisen, mit Gauß die Welt begreifen. Der Leser dieses Buches kann beides.
Abwechselnd ist man mit Alexander von Humboldt im Dschungel unterwegs, klettern auf Vulkane, trifft Eingeborene oder erlebt die Geistesblitze eines Carl Friedrich Gauß vom Addieren der Zahlen von 1 bis 100 bis zur Bewegung des Erdmagnetfeldes. Beide verstehen die Welt auf ihre Weise, Humboldt, in dem er sich der Natur als Herausforderung stellt, Gauß von seinem Schreibtisch aus. Schlussendlich lernen sich die beiden recht unspektakulär kennen.

Kehlmann lässt den Leser teilhaben am Leben zweier großer Forscher und beschreibt deren Welten mit einer Lebendigkeit, einem Witz und einem Intellekt, dass man das Buch immer wieder lesen mag.
Ein fantastischer Roman mit realer Geschichte – traumhaft geschriebe Wirklichkeit.

Walter Moers: Rumo & Die Wunder im Dunkeln

6. Juli 2008

Rumo & Die Wunder im Dunkeln
Rumo ist ein Wolpertingerwelpe.
Wolpertinger sehen auf den ersten Blick aus, wie normale Hunde – aber sie können sprechen und aufrecht gehen! Außerdem können sie mit ihrer Nase sehen.
Nach einem Überfall der Zyklopen landet Rumo als Welpe auf deren Insel. Sein Schicksal scheint besiegelt, er wird als Zyklopenfutter enden. Doch in der Gefangenschaft lernt der kleine Rumo jemanden kennen: Smeik, die Haifischmade. Smeik kennt sich aus im Kämpfen und lehrt Rumo, seine sich entwickelnden Kräfte einzusetzen.
Schließlich gelingt es Rumo, die Zyklopen zu besiegen und er kann zusammen mit Smeik fliehen. Die beiden reisen noch eine Weile zusammen, aber schließlich will Smeik nach Nebelheim, während Rumo seinem Silbernen Faden folgen will und nach Wolperting gelangt. Dort muss er die Schule besuchen und mit den anderen Wolpertingern gemeinsam arbeiten. Hier lernt er auch Rolv, seinen Widersacher, und Rala, in die er sich verliebt, kennen.
Mit seinem Freund Urs lernt Rumo die Stadt kennen, lernt Schreinern und Fechten. Schließlich darf er sich auf dem Markt vor der Stadt eine Waffe aussuchen. Rumo wählt sich ein Schwert, in dem ein Stollentroll und ein Dämonenkrieger gefangen sind.
Rumo macht sich auf, um Rala mit einer Schatuelle aus Nurnenwaldholz zu beeindrucken. Als er jedoch nach Wolperting zurückkehrt, sind alle anderen Wolpertinger spurlos verschwunden. Die gewaltige schwarze Kuppel, die das Stadtbild beherrschte, ist ebenfalls verschwunden.
Rumo macht sich mit seinem Schwert auf in die Untenwelt, um seine Freunde zu retten.
Auf dem Weg durch die Untenwelt lernt er Ribesehl und Ukobach kennen, die ihn nach Hel, der Hauptstadt führen. Dort müssen die Wolpertinger als Gladiatoren in der Arena kämpfen. Diese wird von den kupfernen Kerlen bewacht, einer Armee aus unverwundbaren Maschinenmenschen, die von General Ticktack kommandiert wird. Letzterer hat sich auch Rala als Opfer für seine eiserne Jungfrau ausgesucht. Nur mit Mühe kann Rumo seine Freunde und Rala retten.

Ein Buch, so spannend wie witzig, abenteuerlich wie fantastisch. Mit Rumo hat Moers sich selbst übertroffen. Unbedingt lesen!

John Irving: Das Hotel New Hampshire

6. Juli 2008

Das Hotel New Hampshire
Eine Familiengeschichte wie sie nur John Irving erzählen kann: Kurios, fantastisch, dramatisch und witzig.
In den 50ern, nach ihrem Highschool-Abschluss jobben Mary und Win Berry in einem Hotel. Vom österreichischen Lebenkünstler Freud bekommen die beiden einen Tanzbären und ein Motorrad geschenkt.
Nach einigen Jahren beschließen die beiden, ein Hotel zu gründen, immer noch beeindruckt vom Lebendigkeit des Hotelgeschäfts.
Mittlerweile haben sie auch fünf Kinder, Frank, Franny, John, Lilly und Egg. Während Frank eher einzelgängerisch ist und sich später als homosexuell outet, pflegen Franny und John ein sehr inniges Verhältnis, insbesondere nachdem Franny von ihrem Traumtyp Chiper Dove vergewaltigt wurde.
Lilly ist kleinwüchsig, Egg ist das Nesthäkchen der Familie.
Als Win Berry eine Nachricht von Freud aus Österreich bekommt, beschließt die Familie, dorthin umzusiedeln. Mary und Egg fliegen in einem zweiten Flugzeug, nach den anderen und ihre Maschine stürzt kurz vor der französischen Küste ab.
Das Hotel in Wien entpuppt sich als ein marodes Haus, in dem einige Huren ihrem Geschäft nachgehen, sowie einige politische Extremisten ihre eignen Ziele verfolgen. Bei der Vereitelung dieser Ziele erblindet Win Berry.
Nachdem John und Franny die Schule abgeschlossen haben, beschließen die Berrys, in die USA zurückzukehren. Inzwischen hat Lilly begonnen, ein Buch zu schreiben, das kurze Zeit später veröffentlicht wird.
Frank wird zu Lillys Agent und die Familie erreicht einigen Wohlstand, durch den es John möglich wird, das mittlerweile verfallene Hotel zu kaufen, in dem seine Eltern einst ihren letzten Sommerferien verbracht hatten.

Das Buch ist ein typischer Irving – so skurill und gleichzeitig glaubwürdig kann das Leben nicht sein.
Wer das Buch nicht gelesen hat, hat etwas verpasst. Definitiv.

Meta-Pakete

16. März 2008

Gestern Abend kam ich von den Chemnitzer Linux Tagen zurück und habe eine neue Idee mitgebracht: MPackage.org.

Statt meine FreeBSD Ports und RPMs für openSUSE separat zu pflegen, werde ich ein Meta-Paket-System bauen, mit dem ich die spec Dateien für RPMs und die Makefiles für die Ports generieren kann.
Sollte klappen, denn im Prinzip steht in beiden das gleiche drin.

MagicDraw 14.0

17. Februar 2008

openSUSE LogoHeute habe ich die MagicDraw RPM Pakete im openSUSE BuildService auf die Version 14.0 aktualisiert. Neu dazugekommen ist der Floating License Server.

Da die Abhängigkeiten mittlerweile recht komplex geworden sind, habe ich sie in einer Mindmap dargestellt:

RPM Dependencies MagicDraw 14.0

Man kann immer nur eine der vier MagicDraw-Editionen installieren: den Reader, die Community, die Personal oder die Standard bzw. Enterprise Edition. Ebenso ist es bei den Servern. Auch hier kann nur entweder der Floating License Server oder der Teamwork Server installiert werden.

MagicDraw im openSUSE BuildService

4. Februar 2008

openSUSE LogoHeute habe ich offiziell die Erlaubnis von NoMagic, Inc. bekommen, MagicDraw über den openSUSE BuildService zu publizieren.

Angefangen habe ich mit Version 12.5, die wir derzeit an der Westsächsischen Hochschule Zwickau in unserem Forschungsprojekt einsetzen. Vermutlich werden ich in den nächsten Tagen ein Upgrade auf die 14.0 veröffentlichen.

Mein openSUSE BuildService

31. Januar 2008

openSUSE LogoSeit ein paar Jahren packe ich jetzt schon RPM Pakete für SUSE Linux bzw. mittlerweile openSUSE.

Da das immer eine ziemlich zeitaufwändige und rechenintensive Arbeit ist, habe ich mich beim openSUSE BuildService angemeldet.
Ich habe nur noch eine lokale VMware, in der ich die Pakete erstelle und teste.
Dann kann ich sie per OSC zum BuildService hochladen und dort werden sie auf allen ausgewählten Architekturen gebaut.
Noch besser ist, dass automatisch Repositories für alle Distributionen erstellt werdeb, die man direkt in YaST integrieren kann.

Mein Fazit: Super Sache! Ich bin begeistert.